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2020 fehlen bis zu sechs Millionen Arbeitskräfte
« : 02 Aralık 2007, 22:54:20 »

2020 fehlen bis zu sechs Millionen Arbeitskräfte
Der Mangel an Fachkräften könnte sich schon bald zu einem akuten Personalnotstand in Deutschland entwickeln. Die weltgrößte Unternehmensberatung McKinsey rechnet damit, dass in 13 Jahren mindestens 4,5 Millionen Arbeitskräfte fehlen – und zwar nicht nur hochqualifizierte.
Foto: DPAFachkräftemangel: Zurzeit fehlen vor allem Ingenieure, wie hier für Windkraftanlagen. Doch bald könnte der Personalnotstand alle Berufsgruppen erfassen.
 
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 Die Unternehmensberatung McKinsey rechnet mit einem zunehmenden Arbeitskräftemangel in Deutschland, der weit über die Dimensionen des heutigen Fachkräftemangels hinausgeht. Bis zum Jahr 2020 könnten in Deutschland rund sechs Millionen Arbeitskräfte fehlen, sagte Deutschland-Chef Frank Mattern WELT ONLINE.

Grundlage für dieses Szenario sei ein Wirtschafswachstum von durchschnittlich drei Prozent im Jahr, das aus Sicht von McKinsey notwendig wäre, um Deutschland wieder in der Spitzengruppe der wirtschaftsstärksten Länder Europas zu etablieren. Wächst die Wirtschaft lediglich mit 1,6 Prozent, wie im Mittel der vergangenen zehn Jahre, fehlen laut McKinsey in dreizehn Jahren immerhin 4,5 Millionen Beschäftigte in Deutschland. „Der zu erwartende Arbeitskräftemangel wird sich durch viele Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten ziehen“, sagte Mattern.
Personalnot auch in bisher unproblematischen Branchen
Schlagworte
Arbeitsmarkt McKinsey Studie Fachkäftemangel Personalnotstand Die Zahlen sind ein erstes Ergebnis des „Projektes 2020“, bei dem sich die Mitarbeiter der weltweit größten Unternehmensberatung mit der Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland beschäftigen. Wie Mattern ausführte, entstehe eine Lücke von rund drei Millionen Arbeitskräften allein durch die Überalterung der Gesellschaft. Mehr Menschen würden aus dem Berufsleben ausscheiden, als junge nachrückten. Hinzu kämen weitere drei Millionen Stellen, die durch das angenommen Wirtschaftswachstum entstünden. Gesucht würden dann nicht nur hochqualifizierte Arbeitskräfte. Personalnot gebe es 2020 auch in Bereichen, die heute noch als weitgehend unproblematisch gelten. Mattern nannte die Branchen Handel, Gesundheit und Finanzen. Das von McKinsey entworfene Szenario sieht allerdings nicht vor, dass Deutschland zur Vollbeschäftigung zurückkehrt. „In rasch wachsenden Volkswirtschaften gibt es Arbeitslosigkeit“, sagte Mattern. Die Arbeitslosenquote werde zwar weiter zurückgehen, aber nicht verschwinden.
McKinsey rät zu mehr Arbeitskräften aus dem Ausland
Ausgangspunkt für die Überlegungen der Berater war die Frage: Wie stark muss Deutschland wachsen, um beim Wohlstand 2020 wieder zu den Spitzennationen in Europa zu gehören? Derzeit liegt Deutschland bezogen auf das Bruttosozialprodukt pro Einwohner rund zehn Prozent hinter den ersten fünf in Europa. Im zweiten Schritt rechneten die Berater aus, wie schnell Deutschland für die Rückkehr in die Spitzengruppe zulegen Jahr für Jahr zulegen muss. Das Projekt 2020 sei als Antrieb für Unternehmen und die Politik gedacht, die neu gewonnene Wirtschaftsdynamik weiter zu erhöhen. Um die mögliche Lücke von sechs Millionen Arbeitskräften im Jahr 2020 zu verhindern, müsse heute schon gegengesteuert werden. Es gehe nicht einfach mit einer Anhebung des Rentenalters. „Wir müssen uns auch die Frage stellen, was Politik und Unternehmen tun können, damit Menschen länger im Job bleiben können und wollen“, sagte Mattern. Zudem müssten mehr Frauen im Berufsleben gehalten oder nach Kinderzeiten zurückgeholt werden können. Auch werde es ohne Arbeitskräfte aus dem Ausland kaum gelingen. Im Frühjahr will McKinsey konkrete Politik-Vorschläge machen.