Gönderen Konu: Hutbe: Helal Nahrung, 06. Rebîulâhir 1432 (11. März 2011)  (Okunma sayısı 2107 defa)

0 Üye ve 1 Ziyaretçi konuyu incelemekte.

selcuklu

  • Ziyaretçi

Hutbe: Helal Nahrung, 06. Rebîulâhir 1432 (11. März 2011)

Verehrte Muslime!

In unserer heutigen Hutbe sprechen wir über Helal Lokma, also Nahrung, die helal ist.

Essen und Trinken ist nicht das vorrangige Ziel des Lebens, sondern nur ein Hilfsmittel auf dem Wege zur wahren Freundschaft Allahs. Aus diesem Grunde sollte ein Muslim nicht das erstbeste was er als Nahrung in die Hände bekommt, sondern nur das was unsere islamische Religion erlaubt essen.
Denn das Gegessene hat nicht nur äußerliche Auswirkungen auf unseren Körper, sondern beeinflußt insbesondere unsere mânevî, also seelisch-spirituelle Entwicklung.
Allâhu Teâlâ (c.c.) spricht hierzu im Kur’ân-ı Kerîm: “O Ihr Gesandten! Esst von den sauberen und helal Dingen und handelt rechtschaffen...” Und: “O Ihr Gläubigen! Esst von den guten und reinen Dingen, mit denen wir euch versorgt haben!”

Bei Menschen, die auf helal und sauberes Essen achten, findet man an ihrem Äußeren viel an Hayır, Fazilet und andere Dinge, die Wert bei Allâh haben. Wer Helal-Nahrung zu sich nimmt, dessen Körper ist widerstandsfähig, der Charakter festigt sich schneller, das Herz ist heiter, die Ibâdât, also die Gebete zu Allâh voller Genuß und seine Duâs, seine Bittgebete werden bei Allâhu Teâlâ angenommen.

Wer sich mit haram, also Unerlaubtem ernährt, dessen Körperteile beschäftigen sich immerzu mit Dingen die Şerr, also schlecht sind. Nahrung, die haram ist begünstigt und fördert die Sünde und den Isyân, also die Entfremdung von Allâhu Teâlâ. Noch wichtiger ist es, daß sich solch ein Zustand auch auf die Nachkommen, also auf Kinder und Kindeskinder überträgt.
Liebe Gemeinde,
ein Benzinmotor wird durch das Betanken mit Diesel-Kraftstoff beschädigt. Dies ist Allgemeinwissen. Ähnlich steht es um den Körper des Menschen, der von Allâh so ausgestattet worden ist, dass er am besten mit Helal-Nahrung weiterleben kann. Achtet der Muslim nicht auf die Herkunft seiner Nahrung, ob sie denn nun haram ist oder helal, folgen unweigerlich Nachteile für ihn, sowohl maddi, das heißt äußerlich und körperlich als auch mânevî, also seelisch und spirituell.
Liebe Gläubige,
unser Herz ist der Kompass unseres Körpers. Wenn man sich helal ernährt, zeigt es immer den richtigen Weg, den Weg zur Rızâ-i Ilâhi, also das Wohlgefallen Allahs und den Weg in Richtung Cennet und Cemâli Ilâhi. Und die Cemâli Ilâhi, also die Schau Allâhs im Jenseits, ist, wie wir alle wissen, der höchste Lohn in der Cennet. Wenn aber der Körper haram lokma, also Nahrung bekommt, die haram ist, ändert das geistige Herz des Menschen seine Richtung und fängt an Wege zu gehen, die uns von Allâh entfernen.
Daher hat ein jeder Muslim darauf zu achten, daß sowohl er selbst als auch seine Familie helal und saubere Nahrung zu Essen bekommen. Darüber hinaus ist es aber nicht nur wichtig sich von haram fernzuhalten, sondern auch von Dingen bei denen man nicht so ganz sicher ist. Speziell in unserer heutigen Zeit gibt es derart viele Nahrungsmittel zu kaufen, deren Herkunft und Beschaffenheit ungesichert sind, dass es Muslime dazu zwingt sich sehr genau mit diesem Thema auseinander zu setzen. Vertrauen und Personen beziehungsweise Geschäftsläden und Restaurants, denen man vertraut sollten hierbei für uns Muslime bei unserer Entscheidung ausschlag-gebend sein.
So spricht Rasûlullâh (s.a.v.) hierzu folgendes: “Helal ist bekannt und haram ist bekannt. Es gibt noch die unsicheren Dinge, die dazwischen sind. Die meisten Menschen kennen diese nicht. Wer sich von diesen unsicheren Dingen fernhält, schützt seinen Glauben und seine religiöse Ehrbarkeit. Wer sich aber den unsicheren Dingen hingibt, fällt in haram...”

Verehrte Muslime,
Zusammenfassend ist zu sagen: Jeder Mü´min hat mit Verstand und Verständnis sehr genau darauf zu achten, daß seine Ernährung helal und sauber ist, daß vor allem das Fleisch mit der Bism-illâhir-rahmânir-rahîm geschächtet und aufbereitet worden ist UND daß es rechtmäßig erworben ist.
Sich helal zu ernähren und sich fernzuhalten von haram und von Dingen, die zwar nicht haram aber auch nicht helal sind, gehören zu den wichtigsten Aufgaben eines Muslims.